Karrierekick Investmentbanker

Karrierekick Investmentbanker

Wer von seinem Traumberuf spricht, legt hierfür die unterschiedlichsten Maßstäbe an. Für die einen ist der Traumberuf gekennzeichnet von Selbstverwirklichung und persönlicher Freiheit, für andere wiederum stehen Erfolg und finanzielle Sicherheit im Mittelpunkt.

Kaum ein Beruf polarisiert so sehr wie der des Investmentbankers. War er zu Zeiten des Börsenbooms noch hochstilisiert zum Sinnbild des Erfolgs, hat das Image spätestens nach dem großen Börsencrash und der globalen Finanzkrise enorm gelitten.

Fakt ist: Investmentbanker ist ein Beruf, der nicht jedermanns Sache ist und den ganz sicher nicht jedermann ausüben kann. Doch für manche kann dies immer noch ein echter Traumberuf sein.

Was macht ein Investmentbanker?

Grob gesagt: Der Investmentbanker tätigt Geschäfte auf dem Kapitalmarkt. Dazu gehört in erster Stelle der Wertpapierhandel. Der Investmentbanker muss den Markt kennen, ständig beobachten und analysieren. Jede wirtschaftliche Entwicklung, die den Kapitalmarkt beeinflussen könnte, muss der Investmentbanker deuten und daraus resultierend die notwendigen Maßnahmen im Bereich des Wertpapierhandels einleiten. Das „Jonglieren“ mit Zinsen und Währungen gehören zum Handwerk. Im Weiteren fällt dem Investmentbanker die Planung der Unternehmensstrategie im Hinblick auf den Kapitalmarkt zu wie Unternehmensberatung im Bezug auf geplante Fusionierungen, Übernahmen und Investitionen.

Die Aufstiegschancen sind enorm. Bei entsprechender Leistung kann ein guter Investmentbanker es zum Vice President oder Managing Director einer Investmentbank schaffen. Doch die Anforderungen sind dementsprechend hoch.

Wer ist geeignet?

Eine gezielte Karriereplanung und eine fundierte Ausbildung sind selbstverständlich. Darüber hinaus bringt dieser Beruf aber auch eine Vielzahl persönlicher Anforderungen mit sich, denen nur die wenigsten gewachsen sind. Wer sich also grundsätzlich dafür interessiert, Investmentbanker zu werden, sollte sich darüber im Klaren sein, dass er enormen Belastungen ausgesetzt sein wird und sich fragen, inwieweit er diesen standhalten kann.

Investmentbanker ist kein so genannter Nine-to-Five-Job. Wer hier bestehen und Karriere machen will, muss bereits sein, über das normale Arbeitspensum hinaus tätig zu sein. 12-Stunden-Tage sind keine Ausnahme. Auch nächtliche Einsätze, wenig Schlaf und wenige freie Tage sind in der Realität an der Tagesordnung. Ist der Markt angespannt, sind die auf ihm Tätigen es auch. Überhaupt muss ein Investmentbanker eine große psychische Stabilität aufweisen, um der Belastung standhalten zu können. Der Druck und die Verantwortung sind groß, es geht oft um Millionenbeträge und um existenzielle Entscheidungen. Fehler kann sich keiner leisten.

Doch wer die persönlichen Voraussetzungen erfüllt, eine Affinität zu der Finanzbranche hat und sich hierfür begeistert, kann nichtsdestotrotz hierin seinen Traumberuf finden. Denn wer viel investiert, wird auch reichlich belohnt. Die Verdienstmöglichkeiten sind hervorragend, ebenso wie die Aufstiegschancen. Einen guten Investmentbanker kann auf der Karriereleiter quasi niemand mehr aufhalten.

Wie wird man Investmentbanker?

Der Weg zum Traumberuf Investmentbanker ist steinig und erfolgt fast auschließlich über ein Hochschulstudium. Klassische Studiengänge wie Wirtschaftswissenschaften und Betriebswirtschaftslehre sind hierfür gut geeignet. Man sollte bei der Auswahl des Studienortes darauf achten, dass die Studieninhalte den Bereich Investmentbanking zum Schwerpunkt haben. Da die Konkurrenz hier auf internationaler Ebene extrem groß ist, ist jedoch ein Studium an einer international ausgerichteten Wirtschaftsschule – so genannten Business Schoolsempfehlenswert. Ein Studium der Finanzwirtschaften an der European Business School ist beispielsweise der beste Start für den ambitionierten Studenten. Investieren muss er hierfür viel – sowohl die Studienleistung betreffend als auch die finanziellen Mittel, denn das Studium an einer solchen Universität ist teuer und wird nur selten und dann auch nur zum Teil subventioniert.

Der Finanzmarkt ist zunehmend der Globalisierung unterworfen. Somit ist für zukünftige Investmentbanker ein Auslandsaufenthalt geradezu Pflichtprogramm. Gerade in den USA haben sich hervorragende Universitäten etabliert. Wer einige Semester an einer dieser Eliteschulen vorweisen kann, dem stehen die Türen auch auf internationaler Ebene weit offen.

Neben einer fundierten finanzwissenschaftlichen Ausbildung und hervorragenden Leistungen ist die Praxiserfahrung im Bereich Investmentbanking das A und O. Theoretiker, die sich jahrelang nur in Hörsälen der Universitäten aufgehalten haben, haben nach Studienabschluss wenig Chancen, den Einstieg ins Investmentbanking zu finden. Daher sollten bereits während des Studiums Praktika bei Investmentbanken oder an der Börse absolviert werden. Wer die Möglichkeit hat, ein oder mehrere Praktika im Ausland zu absolvieren, steigert seine Karrierechancen umso mehr. Aber auch die Möglichkeit, vor Beginn des Studiums eine fachbezogene Ausbildung z. B. als Bankkaufmann bzw. Bankkauffrau zu absolvieren, sollte nicht außer Acht gelassen werden.

Nach dem erfolgreichen Studienabschluss durchläuft der Investmentbanker ein Traineeprogramm bei einer Investmentbank. Bewerbungen hierfür sollten so früh wie möglich versandt werden, denn auch hier schläft die Konkurrenz nicht.

Wer nun den Fuß in der Tür und den Einstieg ins Investmentbanking geschafft hat, ist gefordert. Wie bereits beschrieben erfordert dieser Beruf ein hohes Maß an Einsatzbereitschaft und Motivation. Wer entsprechende Leistungen bringt, wird belohnt, denn die Chancen sind hervorragend. Kaum ein Beruf ermöglicht ähnliche Aufstiegs- und Verdienstmöglichkeiten. Investmentbanker können mehrere Karrierestufen durchlaufen. Anfänger starten nach Abschluss des Trainee-Programms als Analysts. Sie bearbeiten bereits sehr fachbezogene Themen. Im zweiten Karrierestadium werden sie Associates, quasi Fortgeschrittene mit einem größeren Verantwortungsbereich, die auch für die Einweisung und Betreuung der Analysts zuständig sind. Meistens steht zu Beginn der Karriere der Berufseinstieg als Business Analyst. Wer dem Druck gewachsen ist und ein sicheres Händchen für den Kapitalmarkt beweist, dazu Führungsqualitäten aufbaut und sich teamfähig und verantwortungsbewusst zeigt, kann auf eine Führungsposition hinarbeiten und es zum Vice President oder Director bringen. Am Ende der Karriereleiter steht die Position des Managing Directors einer Investmentbank mit hervorragenden Gehaltsausichten.

Betrachtet man die Chancen, die dieser Beruf mit sich bringt und scheut den enormen Arbeitseinsatz nicht, kann man Investmentbanker auch heute noch durchaus als Traumberuf bezeichnen.

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