Lebenslanges Lernen

Lebenslanges Lernen

Doch nicht erst seit dem Jahr 2000, seit die Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung das Projekt “Lebenslanges Lernen” ins Leben gerufen hat, gehören Lernprozesse zum Lebenslauf dazu. So wie Kleinkinder das Laufen lernen, oder mit Messer und Gabel zu essen, lernen wir als Erwachsene, indem wir TV-Dokumentationen sehen oder nach Feierabend mit Kollegen diskutieren. Ohne Schule oder Zeugnisse.

Lernen dient vor allem der Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. Wer ausprobiert, sich traut, Dinge anders zu machen als bisher und selbst Fehler als Teil des Prozesses akzeptiert, kann nur dazulernen. Wir werden selbstständiger, unter anderem indem wir unsere Schuhe ohne fremde Hilfe zubinden können. Erlebnisse, die uns -als Erfahrung abgespeichert im Gehirn – darauf vertrauen lassen, dass wir auch andere Vorhaben schaffen können. Im Umgang mit anderen lernen wir, für die eigenen Interessen einzustehen, Kompromisse einzugehen – oder auch mit der Frustration umzugehen, beides nicht erreicht zu haben. Lernen führt uns also im besten Fall zurück auf uns selbst: Wir werden unserer “Selbst bewusst”.

Lernen = Selbsterkenntnis

Lernen ist also ein alltäglicher Prozess, der jedem Menschen zu mehr Erkenntnis verhilft. Dementsprechend ist die aktuelle Forderung nach Weiterbildung nur die Erinnerung daran, worum es beim Lernprozess wirklich geht und die gesellschaftichen Folgen des technischen Fortschritts nur äußere Anlässe zur Rückbesinnung auf uns selbst.

Weiterbildung als Chance

Erziehung, Schule und Ausbildung bereiten das Fundament für unsere Bildung. Doch danach können wir  dank moderner Medien Themen und Wege selbst bestimmen, die uns darin weiterbringen: Ob Sie einen Sprachkurs an der Volkshochschule belegen, in Ihrem Bildungsurlaub sich politisch weiterbilden oder eine Umschulung per Fernstudium angehen. Am Ende geht es doch immer um ihre ganz eigene, lebenslange Karriere.

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