MBA im Ausland – der Karrierekick für deutsche BWL Absolventen

MBA im Ausland – der Karrierekick für deutsche BWL Absolventen

Der Master of Business Administration (MBA) gehört inzwischen zu einem der wichtigsten Berufsabschlüsse für künftige Manager. Die Zahl der MBA-Programme weltweit spricht für die Beliebtheit des Abschlusses. Mit mehr als 3.000 MBA-Programmen gehört der MBA-Abschluss zu einem der bekanntesten Studiengängen.

Besonders beliebt sind diese Programme in den Ländern Neuseeland, Großbritannien, Australien und den USA. Nicht ohne Grund. Bekannte Business-Schools werben hier um ausländische Studierende und haben großen Erfolg damit. In Deutschland zählen solche Auslandssemester zu den Karriere-Pushern schlechthin. vor allem große Unternehmen favorisieren diese Abschlüsse künftiger Manager.

MBA-Programme als Karrierestart

Der MBA-Abschluss wurde bisher vor allem von Akademikern außerhalb der Betriebswirtschaftslehre in Anspruch genommen. Im Rahmen dieser Programme eignen sich Geisteswissenschaftler, Ingenieure, etc. Fähigkeiten im Management-Bereich an, die sie im Laufe ihres Studiums nicht erlernt haben.

Inzwischen nutzen auch Betriebswirtschaftler den Abschluss, um ihre Karriere zu pushen.Nicht wenige Arbeitgeber bevorzugen Bewerber mit MBA-Abschlüssen.

Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Schließlich umfassen die MBA-Programme wichtige Bereiche der Managementführung. Dazu gehören BWL, Finanzwesen, Marketing, IT-Management, Rechnungswesen und die Führung des Personals.

Vor allem die konkreten Ausbildungsinhalte mit dem Schwerpunkt Management vermitteln den Absolventen die Fähigkeit, später eigenständig Abteilungen zu leiten, Strategien zur Führung zu entwickeln und Probleme zu lösen bzw. zu identifizieren.

Darüber hinaus existieren auch MBA-Programme mit Schwerpunkten wie Human Resources Management oder International Management. Damit eröffnen sich auch Absolventen anderer Studiengänge, als der Betriebswirtschaftslehre, neue Karrierechancen.

Möglich ist ein Abschluss in einem Vollzeit-Präsenzstudium oder als Fern- bzw. Teilstudium. Durchschnittlich dauert ein Vollzeit-MBA-Programm in Europa ein Jahr. In den USA müssen Absolventen zwei Jahre für diese Ausbildung veranschlagen. Wird der Abschluss in einem Teilzeitstudium oder als Fernstudium erreicht, müssen sogar bis zu sieben Jahre eingeplant werden.

Vorteile des MBA-Abschlusses

Für einen Abschluss im Ausland spricht vor allem die rasante Entwicklung der Wirtschaft in Richtung Ausland. Immer mehr Unternehmen agieren international und benötigen Manager mit ausgezeichneten Fremdsprachenkenntnissen. Diese Kenntnisse werden besonders gut im Ausland im täglichen Umgang mit der Sprache erreicht. Zusätzlich lernen die Absolventen von MBA-Abschlüssen im Ausland die Kultur des jeweiligen Landes sowie den Umgang mit der Bevölkerung kennen und erweitern ihre Einsatzmöglichkeiten auf internationale Bereiche.

Welches Land sollte es sein?

Eine grundsätzliche Antwort auf das bevorzugte Land gibt es nicht. Je nachdem, wohin die Karriereleiter führen soll, sollte das Land ausgewählt werden. Wer später bevorzugt in den USA arbeiten möchte, sollte auch dort den MBA-Abschluss machen.

Das hat den Vorteil, dass der Absolvent des MBA-Programms die kulturellen und landesspezifischen Gegebenheiten kennenlernt und gleichzeitig hilfreiche Kontakte zu amerikanischen Unternehmen knüpfen kann. Außerdem schließt ein MBA-Studium in den USA häufig Praktika in den amerikanischen Unternehmen ein, was erstens zu den bereits erwähnten hilfreichen Kontakten führt und zweitens einen Einblick in die amerikanische Unternehmenskultur gewährt. Zusätzlich ist es bei einem MBA-Studium möglich, eigene Schwerpunkte in der Ausbildung zu setzen. In europäischen MBA-Kursen sind die Ausbildungsinhalte festgelegt und nicht frei wählbar.

Bei einem MBA-Studium in Europa haben Absolventen kürzere Studienzeiten und geringere Studiengebühren. Hier werden vorrangig europäische Methoden des Managements und der Unternehmensführung gelehrt. Dadurch eignen sich diese MBA-Abschlüsse vorrangig für Studierende, die europaweit tätig werden wollen bzw. in einem Unternehmen arbeiten möchten, das international aktiv ist.

Die Kurse europäischer MBA-Kurse sind im Vergleich zu den Kursen in den USA vergleichsweise klein und durch eine große Zahl internationaler Studenten geprägt. Der Lerneffekt ist hier wesentlich größer, als bei amerikanischen MBA-Kursen, und die Lernatmosphäre familiärer.

Finanzierung trotz hoher Kosten

Grundsätzlich gilt: Je bekannter das MBA-Programm ist, desto teurer ist es auch. Vor allem in den USA schlagen solche Programme durchaus mal mit Summen bis zu 70.000 Euro zu Buche. MBA-Programme in Europa kosten um die Hälfte weniger.

In den USA können solche Programme durch sogenannte Fellowships oder Scholarships (private Stipendien) finanziert werden. In Europa existieren Förderprogramme, die durch Organisationen wie der Rotary Foundation, dem DAAD oder der Fulbright-Kommission finanziert werden. Die Anträge dafür sollten bereits anderthalb Jahre vor der Aufnahme des Studiums gestellt werden.

Ein Studienkredit oder sogenannte Bildungsfonds wie der MBA Bildungsfonds bieten ebenfalls gute Möglichkeiten der Finanzierung. Mit diesen Finanzierungen können unter Umständen komplette MBA-Programme finanziert werden.

Bewerbung mit Empfehlung

Der Zugang zu den MBA-Programmen renommierter Anbieter kann sehr schwer sein. Häufig werden hohe Mindestanforderungen gestellt, die nicht von jedem Bewerber erfüllt werden können.

Eine allgemeine Zugangsvoraussetzung ist ein abgeschlossenes Studium an einer Hochschule, Universität bzw. Fachhochschule. Empfohlen wird ebenfalls eine Berufspraxis von mindestens zwei Jahren.

Besonderes Augenmerk legen die Anbieter von MBA-Programmen auf das Bewerbungsschreiben und den Lebenslauf. Im Gegensatz zum herkömmlichen Anschreiben müssen hier die Bewerber ausführlich begründen, weshalb ausgerechnet sie diesen Platz bekommen sollten. Positiv wirkt ein ausführliches Empfehlungsschreiben von einer Respektperson.

Sind diese Hürden genommen, müssen noch Eignungstest (z. B. TOEFL oder dem Graduate Management Admission Test) absolviert werden. Erfolgt dann die Zusage, steht einem MBA-Abschluss im Ausland und einem späteren Karrierestart in einem großen Unternehmen nichts im Wege.

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