Praktikum im Ausland

Praktikum im Ausland

Was man beachten sollte, wenn man im Ausland ein Praktikum machen möchte

Ein Auslandspraktikum ist ein schöner Zusatz im eigenen Lebenslauf. Viele Menschen absolvieren ein Praktikum im Ausland, weil sie aus ihrem Alltag ausbrechen und andere Länder und Kulturen kennenlernen möchten. Wer ein Praktikum im Ausland gemacht hat, zeigt, dass er sich in verschiedenen Kulturen mit unterschiedlichen Sprachen alleine zurechtfindet. Ein Praktikum im Ausland zu absolvieren, ist in verschiedenen Lebensphasen möglich. Meistens sind es eher junge Menschen, die ein Praktikum machen. Dies findet entweder direkt nach dem Schulabschluss statt, als Teil der Ausbildung oder während des Studiums, nach der Ausbildung oder nach dem Studienabschluss. Ein Praktikum im Ausland kann ein paar Wochen oder auch mehrere Monate dauern. Um ein Praktikum im Ausland absolvieren zu können, muss der Praktikant volljährig sein. Darüber hinaus ist es von Vorteil, wenn man bereits die Sprache des Ziellandes spricht. Bevor man ein Praktikum im Ausland antritt, gilt es, noch weitere Aspekte zu beachten: Wie komme ich überhaupt an ein Praktikum im Ausland? Wie steht es mit der Krankenversicherung, der Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bei einem Praktikum im Ausland? Bekomme ich das Praktikum bezahlt oder gibt es Fördermöglichkeiten eines Praktikums im Ausland? Diese Dinge sollten unbedingt geklärt werden, bevor man sich auf die Reise macht.

Anlaufstellen, die helfen, einen Praktikumsplatz im Ausland zu finden

In Deutschland gibt mehrere Anlaufstellen, die bei der Vermittlung eines Praktikums im Ausland helfen. Dies ist unter anderem die Initiative „Raus von zu Haus“, die eine Partnerorganisation der Eurodesk-Beratungsstelle der Europäischen Union ist.  Bei „Raus von zu Haus“ erhält man eine Übersicht über Programme auf der ganzen Welt, die einen bei der Suche nach einer Praktikumsstelle im Ausland unterstützen können. Die Initiative spricht sowohl Auszubildende als auch Studierende an.

Eine weitere Anlaufstelle sind die deutschen Auslandshandelskammern. Diese helfen nämlich nicht nur bei der Arbeitssuche im Ausland, sondern vermitteln auch Auslandspraktika. Um ein Praktikum im gewünschten Zielland zu ergattern, wendet man sich direkt an die Vertretung der Auslandshandelskammer im Zielland. Allerdings erhebt die Auslandshandelskammer Vermittlungsgebühren für ihren Service.

Es gibt auch kommerzielle Anbieter, die Praktika im Ausland vermitteln. Wie die deutschen Auslandshandelskammern erheben auch diese Gebühren, die je nach Organisation, Zielland und Länge des Praktikums stark variieren können. Eine entsprechende Datenbank, in der seriöse Vermittlungsagenturen weltweit registriert sind, ist auch  bei „Raus von zu Haus“ zu finden.

Daneben ist es immer von Vorteil, wenn man schon Kontakte zu den Einrichtungen oder Firmen hat, bei denen man ein Praktikum absolvieren möchte. Wenn der Ausbilder, der Lehrer oder Professor eine Praktikumsstelle vermitteln kann, sind die Aussichten, für ein Praktikum angenommen zu werden, wesentlich höher, als wenn man sich offiziell bei einem Unbekannten bewerben muss.

Brauche ich für ein Praktikum im Ausland eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis sowie eine Auslandskrankenversicherung?

In den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union kann sich jeder frei bewegen und arbeiten. Doch für viele andere Länder auf der Welt braucht man eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis, wenn man dort ein Praktikum absolvieren möchte. Ein Touristenvisum ist in der Regel nicht ausreichend. Am besten man erkundigt sich bei der Vertretung des Ziellandes in Deutschland, der Botschaft oder dem Konsulat, welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen. Dies sollte schon frühzeitig geschehen, ca. 6 Monate vor Beginn des Praktikums, denn manchmal kann die Wartezeit auf den Erhalt des Visums oder der Arbeitserlaubnis ein langwieriger Prozess sein.

Daneben sollte der Praktikant die Frage der Krankenversicherung im Ausland klären. Wer im Ausland ein Praktikum absolviert, muss in der Regel zusätzlich zur deutschen Krankenversicherung eine Auslandskrankenversicherung abschließen. Zum Teil sind die Praktikanten über den Arbeitgeber im Ausland krankenversichert. Ob dieser Versicherungsschutz besteht, sollten sie jedoch unbedingt vor Antritt des Praktikums mit ihrem Arbeitgeber im Ausland klären. Es gibt zahlreiche Versicherungen in Deutschland, die Auslandskrankenversicherungen anbieten.

Schließlich sollte der Praktikant mit dem Arbeitgeber im Ausland einen Praktikumsvertrag abschließen und vereinbaren, dass er am Ende des Praktikums ein Zeugnis oder eine Beurteilung erhält. Mit dem Praktikumsvertrag kann er Anspruch auf sein Praktikum erheben, sollte der Arbeitgeber, aus welchen Gründen auch immer, kurzfristig einen Rückzieher machen. Die Beurteilung macht das Praktikum offiziell, und der Praktikant kann die Beurteilung bei zukünftigen Arbeitgebern im Bewerbungsverfahren einreichen.

Stipendien für ein Praktikum im Ausland

Wenn ein Praktikum im Ausland gar nicht oder nur geringfügig vom Arbeitgeber im Ausland vergütet wird, kommen auf den Praktikanten hohe Kosten zu. Denn dann muss er die An- und Abreise, die Mietkosten während des Aufenthalts im Ausland sowie die Lebenshaltungskosten während des Praktikums selber tragen. In diesem Fall gibt es die Möglichkeit, sich für ein Stipendium zu bewerben. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und andere Organisationen bieten Stipendien für Studierende oder Studienabsolventen an. Bei der Studienstiftung des deutschen Volkes erhält man darüber hinaus eine Übersicht zahlreicher weiterer Förderpogramme, die ein Praktikum im Ausland unterstützen. Bei „Raus von zu Haus“ gibt es eine Liste mit Organisationen, die Reisestipendien vergeben.

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