Schlechte Noten in Klassenarbeiten ausbügeln

Schlechte Noten in Klassenarbeiten ausbügeln

Spätestens, wenn die Zeugnisnoten im Unterricht bekannt gegeben wurden, oder der berühmte Brief der Schule bei den Eltern zu Hause im Briefkasten landet, wissen Schüler, dass es fünf vor Zwölf ist. Dann müssen schnell gute Noten her, um die Versetzungsgefährdung zu vermeiden und die schlechten Noten zu verbessern.

Je nachdem, wie nah die Zeugnisvergabe ist, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, um noch schnell die Kurve ins nächste Schuljahr zu bekommen. Neben dem klassischen verstärkten Lernen stehen auch freiwillige Arbeiten wie Referate, Projektarbeiten oder mündliche Kontrollen zur Verfügung. Wie Sie dabei das optimale Ergebnis herausholen, erfahren Sie in diesem Artikel.

Schulnoten verbessern mit Ursachenforschung

Finden Sie gemeinsam mit Ihrem Kind die Ursachen sowohl für schwache als auch für gute Leistungen. Meistens weiß der Schüler genau, warum es nicht so gut klappt. In diesem Artikel finden Sie viele Tipps, um die Schulnoten zu verbessern.

Die Vorschläge greifen aber nur, wenn Sie sich gemeinsam mit Ihrem Kind auf ein klares Ziel einigen, zum Beispiel keine fünf im Zeugnis, sich in Mathe um eine Note verbessern. Vergessen Sie nicht, den Einsatz Ihres Kindes gebührend zu loben und mit einer Überraschung wie einen Besuch im Freizeitpark zu belohnen.

Der Anfang – Ursachenforschung und Planung

Bevor Sie sich jetzt überstürzt hinter den Büchern vergraben und hektisch mal hier ein bisschen und dort ein bisschen lernen, sollten Sie sich mit Ihren Eltern hinsetzen und Ursachenforschung betreiben. Haben Sie schlechte Noten, weil Sie den Stoff nicht verstehen? Liegt es an ungünstigen Lehrmethoden des Lehrers oder sind Sie einfach unkonzentriert?

Sobald Sie die Ursache gefunden haben, können Sie einen Plan erstellen, in dem Sie Ihre eigene Lernmethode erstellen. Sind Sie beispielsweise unkonzentriert in der Schule, hilft es meistens schon, wenn Sie früher schlafen gehen. Liegt es am Lehrer, müssen Sie in den sauren Apfel beißen und das Gespräch suchen. Das wird zwar nicht Ihre Noten verbessern, aber vielleicht den Lehrer zum Umdenken bewegen, der Ihnen daraufhin eine Chance gibt. Eine unwahrscheinliche, aber doch mögliche Variante.

Danach schauen Sie Ihre Noten an und überlegen, in welchen Fächern es am realistischsten ist, dass Sie Ihre Noten verbessern können. Stehen Sie beispielsweise in Deutsch und Mathematik auf der Kippe, sollten Sie nicht eine Verbesserung in beiden Fächern anstreben. Konzentrieren Sie sich vielmehr auf das Fach, in dem eine Verbesserung realistisch ist. Haben Sie in den anderen Fächern gute Noten, dürfen Sie sich gut und gern eine schlechte Note in einem Fach leisten. Müssen Sie sich in ein mehreren Fächern verbessern, sollten Sie den Lehrplan so erstellen, dass Sie lernen können, ohne hektisch zu werden. Sie könnten montags Mathematik lernen und sich am Mittwoch Deutsch widmen. Vergessen Sie nicht Ihre Freizeit. Sonst geht die Konzentration verloren.

  • Erforschen Sie die Ursachen für die Probleme.
  • Erstellen Sie einen persönlichen Lernplan.
  • Konzentrieren Sie sich auf die Fächer, in denen eine kurzfristige Verbesserung möglich ist.

Das können Sie in der Schule tun

Sie haben Ihren Lernplan erstellt und benötigen nun Möglichkeiten für eine Verbesserung Ihrer Leistungen. Dazu sollten Sie das Gespräch mit dem Lehrer suchen, der Sie in dem Fach unterrichtet, in dem Sie sich verbessern möchten.

  1. Fragen Sie ihn, ob Sie ein Referat, ein Projekt oder eine mündliche Leistungskontrolle absolvieren dürfen. In den meisten Fällen stimmen die Lehrer solchen Vorschlägen zu. Eine negative Versetzungsquote schlägt sich schließlich auch auf Ihr Image nieder.
  1. Arbeiten Sie im Unterricht konzentriert mit. Auch, wenn es schwer fällt und Sie vielleicht nicht immer die richtige Antwort kennen, zeigt Ihre Mitarbeit dem Lehrer, dass Sie gewillt sind, Ihre Noten zu verbessern. Oft springen dabei noch gute Noten durch die Mitarbeit im Unterricht heraus.
  1. Sollten noch Klassenarbeiten vor dem Notenschluss vor der Tür stehen, gehen Sie zum Lehrer und bitten Sie ihn, Ihnen Lernmaterial für die Arbeit zu geben. Fragen Sie ihn auch, ob er mit Ihnen die Lösungen gemeinsam durchgehen und eventuelle schwache Themen noch mal erklären kann. Viele Lehrer freuen sich, wenn ihre Schüler Hilfe bei ihnen suchen und um Lernmaterial bitten.Der zusätzliche positive Effekt: Ihr Lehrer sieht, dass Sie gewillt sind, etwas an Ihren Noten zu ändern, und kneift vielleicht bei Noten, die auf der Kippe stehen, ein Auge zu.
  1. Noten in Sport, Musik und Kunst lassen sich nur schlecht ausbügeln, da diese Fächer auch eine Frage des Talents sind. Fragen Sie, ob Sie in Sport ein Referat über gesunde Ernährung, etc. halten können. Erkundigen Sie sich, ob Sie einen Komponisten vorstellen dürfen, wenn Sie keine Noten lesen oder nicht singen können. Ähnlich verfahren Sie in Kunst. Vielleicht dürfen Sie eine Epoche oder einen Maler vorstellen.

 

Sollten Sie in mehreren Fächern versetzungsgefährdet sein, in denen Sie jeweils mehrere Noten bringen müssten, um sich zu verbessern, sollten Sie sich mit den Gedanken anfreunden, sich demnächst mit Ihren Eltern auseinandersetzen zu müssen. Vielleicht ist es im nächsten Schuljahr sinnvoll, Nachhilfeunterricht zu nehmen oder Lerngruppen zu bilden, damit es beim nächsten Mal nicht schief geht.

Denken Sie daran, dass es keine Schande ist, eine Ehrenrunde zu drehen. Manchmal ist es besser, den Stoff noch einmal zu wiederholen, als sich durch die Schulzeit zu schleppen, um an deren Ende zu scheitern.

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