High-School Aufenthalt USA leichtgemacht

High-School Aufenthalt USA leichtgemacht

Ein High-School Aufenthalt in den USA gilt nach wie vor als gutes Sprungbrett in den Beruf und ins Studium. Darüber hinaus wird der Horizont der Austauschschüler erweitert, die Sprachkenntnisse grundlegend verbessert und die Selbstständigkeit gefördert.

Damit der High-School Aufenthalt in den USA ein voller Erfolg ist, sind gute Vorbereitungen das A und O. Dazu gehört nicht nur die Wahl der richtigen High-School. Auch die Unterkunft, die Finanzierung und die Zeit nach dem Aufenthalt in den USA müssen geklärt sein.

Für wen eignet sich ein High-School Jahr in den USA?

Viele Schüler träumen von einem Aufenthalt in den USA. Doch nicht jeder eignet sich dafür. So sind gute Englisch-Kenntnisse eine zwingende Voraussetzung für einen Aufenthalt an einer High-School. Das bedeutet, dass der Schüler mindestens drei Jahre Englisch in der Schule gehabt haben muss und die Noten in diesem Fach nicht schlechter, als “befriedigend” sein dürfen.

Auch das Alter spielt eine große Rolle. Austauschschüler müssen zwingend auch nach dem Aufenthalt an der High-School noch Schüler sein. Das heißt, sie müssen danach auch weiter die Schule besuchen. Damit liegt das Alter zwischen 15 Jahren und 18 Jahren. Als ideal gilt der Übergang von der 9. zur 10. Klasse oder von der 10. Klasse zur 11. Klasse.

Wichtig ist auch die Gesundheit des Schülers. Allein die Flugzeit verlangt schon einiges an Kondition. Zwischen sechs und zwölf Stunden sind Austauschschüler in der Regel unterwegs.

Ebenfalls belastend sind die Ernährungs- und Zeitumstellung sowie die vielen fremden Menschen, die plötzlich wichtig im Leben werden. Nicht jeder hält dieser Belastung stand und bricht vorzeitig den Aufenthalt in den USA ab.

Künftige Austauschschüler sollten daher einen gründlichen Gesundheitscheck machen lassen und in sich hineinhorchen, ob sie sich wirklich für den Aufenthalt in den USA eignen.

Zu guter Letzt sollte auch der Charakter stimmen. Nur ein starker Charakter ist auch in der Lage, unter fremden Menschen zu leben. Wer sich noch nicht reif genug fühlt, sollte lieber noch etwas warten.

Wie bewirbst du dich?

Die einfachste Lösung ist natürlich der Weg über eine der vielen Schüleraustausch-Agenturen, die wie Pilze aus dem Boden sprießen. Diese Agenturen bieten einen Full Service. D. h. sie organisieren die Anreise, die Betreuung, die Unterkunft und die High-School.

Bei diesen Organisationen solltest du dich mindestens ein Jahr im Voraus bewerben. Diese Zeit ist notwendig, um alles Notwendige in die Wege leiten zu können. Dazu gehört auch der Erwerb des Visums.

Wer an einer öffentlichen High-School sein Austauschjahr absolvieren möchte, benötigt ein J1-Visum. Dieses Visum gilt auch als Austausch-Visum und erlaubt eine freie Wahl der High-School. Die Kosten für ein Programm mit dem J1-Visum liegen hier zwischen 8.500 Euro und 10.000 Euro.

Wer an einer privaten High-School lernen möchte, benötigt ein Austauschprogramm mit dem F1-Visum (Nichteinwanderungsvisum). Mit diesem Visum kann die private High-School selbst ausgesucht werden.

Für die Bewerbung selbst benötigst du einen aktuellen Lebenslauf, Referenzen und Zeugnisse. Die Art der Bewerbung kann sich von Organisation zu Organisation unterscheiden. Einige Organisationen verlangen nur die Begleichung der Kosten. Andere Organisationen führen wiederum die Bewerbungsgespräche auf Englisch.

Wie bereitest du dich vor?

Bei einem längeren Aufenthalt im Ausland benötigst du natürlich ein Visum (besorgt meist die Organisation) und eine Auslandskrankenversicherung. In dieser Versicherung sollten die Kosten für einen eventuellen Rücktransport in die Heimat, die Kosten für Krankenhausaufenthalte, zahnärztliche Notbehandlungen und für die Reparatur von Zahnersatz enthalten sein. Außerdem benötigst du eine private Haftpflicht- und Reiseversicherung.

Wer Kontakt zu seinen Eltern und Freunden halten möchte, muss sich auch um Telefon und Internet kümmern. Grundsätzlich ist es Austauschschülern verboten, auf Kosten der Gastfamilie zu telefonieren. Hier schafft eine Calling Card Abhilfe. Auch die Nutzung des Internets muss vorher mit den Gasteltern abgesprochen werden.

Ebenfalls wichtig ist das Taschengeld. Von diesem Geld werden Drogerie-Artikel, Freizeitaktivitäten, Schulaktivitäten, Telefongespräche und Schulmaterial finanziert.

Da sich die Höhe des benötigten Taschengelds schwer einschätzen lässt, ist es sinnvoll, dem Austauschschüler eine Kreditkarte bereitzustellen. So können die Eltern bestimmen, wie viel Geld das Kind ausgibt.

Wie finanzierst du das Schüleraustauschprogramm?

Schüleraustauschprogramme sind sehr teuer. Unter Umständen werden bis zu 10.000 Euro für den Aufenthalt in den USA fällig. Nicht jede Familie besitzt das nötige Kleingeld, um so ein Programm zu finanzieren. Einige Organisationen bieten die Möglichkeit der Ratenzahlung. Andere Organisationen verlangen bereits bei der Annahme des Schülers den vollen Betrag.

Eine ideale Möglichkeit der Finanzierung ist das Auslands-BAföG. Diese Förderung ist allerdings erst ab der 10. bzw. ab der 11. Klasse möglich.

Auch die Förderung über Stipendien ist möglich. Das können Stiftungen wie das “Parlamentarische Partnerschaftsprogramm” oder die “Deutsche Stiftung Völkerverständigung” sein. Austauschorganisationen geben gern Auskunft über mögliche Stiftungen.

Wenn alle Stricke reißen, bleibt noch die Aufnahme eines Bildungskredits oder eines Privatkredits. Kreditgeber sind alle Banken und Sparkassen. Auch hierüber geben gute Austauschorganisationen Auskunft und helfen bei Bedarf weiter.

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