Vorbereitung auf Klassenarbeiten – so gelingt’s

Vorbereitung auf Klassenarbeiten – so gelingt’s

Kennen Sie das? Eine große Klassenarbeit steht bevor und Sie wissen schon jetzt, dass Sie sie verhauen werden? In den meisten Fällen ist eine mangelnde Vorbereitung und die falsche Lernmethode der Grund. Am fehlenden Intellekt liegt es nur sehr selten. Solche Klassenarbeiten müssen nicht sein. Mit einer richtigen Vorbereitung und einem gut strukturierten Lernplan erhalten Sie moderate Noten und können wieder ruhig schlafen.
Apropos Schlafen. Schlafmangel ist einer der häufigsten Gründe für schlechte Noten in Schule und Universität.

  1. Schlafen Sie in der Nacht vor Klassenarbeit genügend.

    Schlafen Sie genug. Nur wenn Sie erholt sind, sind Sie auch in der Lage, genügend Informationen aufzunehmen und die nötige Konzentration aufzubringen.
    Wie viel Schlaf Sie benötigen, hängt von Ihrer eigenen Belastungsfähigkeit ab. In der Regel schlafen Erwachsene zwischen sieben und neun Stunden, um erholt zu sein. Weniger Schlaf über einen längeren Zeitraum wird nicht empfohlen, da dann die Leistungsfähigkeit abnimmt.

  2. Beginnen Sie rechtzeitig mit dem Lernen.

    Viele Schüler neigen dazu, erst kurz vorm Termin der Klassenarbeit mit dem Lernen zu beginnen. Ein Fehler. Durch den Zeitdruck ist der Stresspegel dann so hoch, dass erst recht nichts mehr in den Kopf geht. Beginnen Sie beizeiten mit dem Lernen.
    Verschaffen Sie sich als Erstes einen Überblick. Am Anfang sollte daher die Durchsicht des Stoffes stehen. So haben Sie eine erste Übersicht über den Lernstoff, den Sie lernen müssen und können Ihren Lernplan erstellen.

  3. Erstellen Sie sich einen Lernplan

    Sie haben sich einen ersten Überblick über die Masse des Lernstoffs verschafft und sollten nun an die Lernplanung gehen. Am besten orientieren Sie sich dabei an den einzelnen Themen. Angenommen Sie schreiben eine Klassenarbeit über die unterschiedlichen Literaturstile. Dann ist es sinnvoll, nach den einzelnen Literaturstilen zu lernen. Ist das Lehrmaterial immer noch zu umfangreich, können Sie auch diesen aufteilen.
    Schauen Sie sich bei der Planung des Lernstoffes den Zeitraum an, den Sie zur Verfügung haben. Feiertage und Wochenenden sollten Sie dabei herausstreichen. Nur die wenigsten Schüler sind in der Lage, an diesen Tagen zu lernen.
    Denken Sie bei der Planung daran, dass auch unvorhergesehene Ereignisse Ihren Lehrplan durcheinander werfen können. Planen Sie also 10 bis 15 % Ihrer verfügbaren Zeit für unverhoffte Dinge ein.

  4.  Erstellen Sie sich neue Notizen.

    Sicher besitzen Sie Aufzeichnungen aus dem Unterricht. Angesichts dieser Masse an vielleicht auch überflüssigen Informationen verlieren Sie schnell den Überblick.
    Lesen Sie sich Ihre Aufzeichnungen noch einmal durch und machen Sie sich Stichpunkte zu den wichtigsten Aussagen. Das hat einen doppelten Effekt. Sie besitzen die Hauptaussagen auf einen Blick und merken sich zusätzlich den Lernstoff.

  5.  Schaffen Sie sich Eselsbrücken.

    Lernstoff lässt sich leichter merken, wenn Sie einen Bezug dazu herstellen können. Der Klassiker “Wer dämlich mit h schreibt, ist selber dämlich.” ist ein gutes Beispiel dafür. Sorgen Sie also für Eselsbrücken, die Sie sich gut merken können.

  6. Finden Sie Ihre Lernmethode.

    Glücklich sind die Diejenigen, die ein fotografisches Gedächtnis besitzen, denn sie kommen nicht in die Verlegenheit, den Lernstoff zu vergessen. Wird er häufig genug angesehen, “blättern” die “Glückseligen” einfach gedanklich in ihren Unterlagen und fragen die Informationen ab.
    Doch was ist mit denen, die wirklich lernen müssen? Fragen Sie sich immer wieder den Lernstoff ab. Erstellen Sie Karteikarten, auf denen Sie sich die Fragen zu Ihrem Lernstoff stellen, und beantworten Sie immer wieder diese Fragen. Neurobiologen empfehlen, das Gelernte vor dem Schlafengehen noch einmal komplett aus dem Gedächtnis aufzusagen. So bleibt das Gelernte im Langzeitgedächtnis.

  7. Lernen Sie nicht durch.

    Ein Lernmarathon in allen Ehren. Der Lerneffekt ist jedoch gering. Strukturieren Sie lieber Ihren Lerntag so, dass auch Pausen darin enthalten sind, in dem Sie Umgebung und Gesellschaft ändern.
    Lernen Sie beispielsweise gleich nach der Schule, machen Sie dann eine Pause, und treffen Sie sich nachmittags oder abends mit Freunden, die Sie dann abfragen können. Achten Sie auf Lernpausen. So ist der Lerneffekt größer.

  8. Vermeiden Sie Ablenkungen.

    Videospiele, Radio, Fernsehen und das Surfen im Internet sind schlechte Lernbegleiter. Vermeiden Sie diese Art Ablenkung. Durch die Reizüberflutung wird das Gelernte schnell wieder aus dem Gedächtnis gelöscht.
    Dasselbe gilt für die Lernumgebung. Manche Schüler können nur lernen, wenn leise Musik nebenher läuft. Andere Schüler können nur bei absoluter Stille lernen. Welche Lernumgebung für Sie die optimale ist, finden Sie beim Lernen heraus.

  9. Ernähren Sie sich ausgewogen.

    Schokolade macht glücklich, tut aber der Figur nicht gut. Kaffee macht munter, aber auch nervös. Was also ist die richtige Ernährung?
    Am besten ausgewogen. Das heißt Ballaststoffe, Gemüse und Obst sollten auf dem Ernährungsplan stehen. Verzichten Sie aber nicht auf Ihre “Belohnung” und gönnen Sie sich ab und an mal ein Stück Schokolade.
    Alkohol sollte in der Lernphase nicht in Ihrem Ernährungsplan vorkommen. Er macht müde und vernebelt im wahrsten Sinne des Wortes das Gehirn.

  10. Wiederholen Sie kurz vor der Klausur den Lernstoff.

    Der große Tag ist nahe. Lernen Sie unmittelbar vor der Klassenarbeit nicht neuen Lernstoff. Wiederholen Sie vielmehr den bereits gelernten Stoff. Sagen Sie ihn nicht nur auf. Schreiben Sie sich das Gelernte auf Zetteln auf. So rekapitulieren Sie den Stoff noch besser.

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