Weiterbildungsscheck Sachsen

Weiterbildungsscheck Sachsen

Bildungsscheck, Qualifizierungsscheck, Quali-Scheck – Ihr Bundesland macht Ihre Weiterbildung bezahlbar. Dem Beispiel Nordrhein-Westfalens und Brandenburgs, Hessens und Baden-Württembergs sind 2010 zwei weitere Bundesländer gefolgt: Sachsen und Schleswig-Holstein.

Wer diese Maßnahmen beanspruchen kann, was für Voraussetzungen er dafür erfüllen muss und wieviel damit gefördert werden kann, erläutern wir Ihnen im Folgenden:

Personenkreis

Arbeitnehmer, die ihren Hauptwohnsitz in Sachsen haben.

Voraussetzungen / Umfang

Sofern die Weiterbildung beruflich motiviert ist und außerbetrieblich stattfindet, übernimmt das Land maximal 80 Prozent der Ausgaben für Weiterbildung.

Voraussetzung: Die Maßnahme, incl. Kurs- und Prüfungsgebühren, kostet mindestens 650 Euro. Die restlichen 20 Prozent muss der Antragsteller selbst aufbringen.

Günstigere Kurse lassen sich beispielsweise mithilfe der Bildungsprämie finanzieren. Dabei gilt: Der Weiterbildungsscheck lässt sich nicht mit anderen Förderprogrammen (z.B. Meister-Bafög) kombinieren.

50 Prozent für höhere Einkommen

Personenkreis / Umfang

Wer mehr als 2.500 Euro, höchstens aber 4.150 Euro, verdient und eine Weiterbildung im Gesamtwert von mindestens 1.000 Euro beginnen möchte, wird immerhin noch mit 50 Prozent bezuschusst.

Voraussetzungen

Der Antragstellter muss über 50 Jahre alt sein oder befristet beschäftigt oder in Teilzeit / als Leiharbeiter arbeiten oder mit der Weiterbildung einen ersten akademischen Abschluss anstreben.

Antrag

Der Antrag auf den Weiterbildungs-Scheck ist bei bei der Sächsischen Aufbaubank zu stellen. Dem Antrag müssen drei vergleichbare Kursangebote beilegen. Da die Bearbeitung bis zu sechs Wochen dauern kann, sollten Sie langfristig planen. Ohne verbindliche Zusage verfällt der Anspruch auf den Förderung.

Weiterbildungsdarlehen: Einführung weiterhin unklar

Damit sich Weiterbildung für möglichst viele Arbeitnehmer lohnt, hat die Bundesregierung 2008 die Bildungsprämie ins Leben gerufen. Diese Initiative umfasst im Wesentlichen zwei Instrumente: den Prämiengutschein und das Weiterbildungssparen. Damit beteiligt sich der Staat mit bis zu 500 Euro an Fortbildungen von sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (Prämiengutschein) und gewährt Ihnen darüber hinaus Zugriff auf das Guthaben aus vermögenswirksamen Leistungen, ohne Verlust der Arbeitnehmersparzulage, um beispielsweise ausstehende Kosten einer Maßnahme zu decken.

Als dritte Komponente sollte das Weiterbildungsdarlehen hinzu kommen – ein einkommensunabhängiger Kredit öffentlich-rechtlicher Banken, der vor allem längerfristigere bzw. kostspieligere Weiterbildungen finanzieren sollte. Zeitpunkt und Umfang dieser Maßnahme blieben bislang aber unklar. Das Darlehen sei seit Frühjahr 2009 verfügbar, heißt es sogar in der Broschüre “Das zahlt sich aus” der Hamburger Akademie für Fernstudien (HAF). Dazu teilte das Bundesministerium gestern Folgendes mit: “Das Weiterbildungsdarlehen war als eine Säule zur Förderung der privaten Bildungsfinanzierung im Rahmen der Initiative Bildungsprämie vorgesehen (…) Derzeit gibt es noch keine Regelung für ein öffentlich gefördertes Weiterbildungsdarlehen. Es laufen jedoch weiter Überlegungen zur Gestaltung eines Weiterbildungsdarlehenskonzeptes (…) In den derzeitigen Überlegungen ist dabei eine Verknüpfung des Weiterbildungsdarlehens mit den anderen beiden Säulen der Bildungsprämie (Prämiengutschein und Weiterbildungssparen) nicht zwingend vorgesehen.”

Sobald es Neuigkeiten zu diesem Thema gibt, werden Sie es hier erfahren.

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