Jobs für Geisteswissenschaftler:innen

Wer sich dazu entscheidet, ein geisteswissenschaftliches Studium anzustreben, wird oftmals mit den gleichen Nachfragen konfrontiert. Was studierst du genau? Und wo willst du nach dem Studium arbeiten? Während sich Medizin- Jura-oder Lehramtsstudenten keinem Fragenkatalog stellen müssen, denn mit diesen Studiengängen kann jeder etwas anfangen, haben Studenten der Geisteswissenschaften während des Studiums und auch nach dem Abschluss das Gefühl, den Studiengang und den Jobwunsch erklären zu müssen. Aber warum ist das so?

Die Geisteswissenschaften umfassen ein breites Spektrum an interessanten Themenfeldern. Beginnend mit einem bestimmten Bachelorstudium wissen viele noch nicht gezielt, welchen Beruf sie nach dem Abschluss des Studiums ausüben möchten. Umso wichtiger ist es, bereits während des Bachelor- oder des Masterstudiums Seminare zu wählen, die die eigenen Kompetenzen und Interessen unterstützen. So können auch verschiedene Praktika dabei helfen, seinen Wunschberuf ein Stück näher zu kommen. Hierbei gilt, sich ein Netzwerk aufzubauen und neben dem theoretischen Wissen Praxiserfahrungen zu sammeln. 

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Egal für welchen expliziten Studiengang du dich am Ende entscheidest ist allgemein zu sagen, dass Geisteswissenschaftler:innen einige Qualifikationen mit sich bringen, die in vielen Berufen sehr gefragt sind. So beherrschen sie hohe sprachliche Kompetenzen, da sie sich zum einen mit der Analyse von Texten befassen und dies in wissenschaftlichen Arbeiten zu Papier bringen. Zum anderen, weil die Studiengänge oft an das Erlernen und Gebrauchen weiterer Fremdsprachen gekoppelt sind. Das analytische Denken und die methodische Arbeitsweise sind u.a. Kompetenzen, die die Geisteswissenschaftler:innen von anderen unterscheiden. Eine ausgeprägte Kommunikations- und Organisationsfähigkeit sind weitere Skills, welche sie mit sich bringen. Darüber hinaus ist das Interesse nach einer kreativen Arbeit stark verankert und spielt selbstverständlich auch in der Berufswahl eine entscheidende Rolle.

Zahlen und Fakten zu den Geisteswissenschaften

1,25 MIo. erwerbstätige

in der kultur- und kreativwirtschaft in deutschland (2020) (Quelle)

472.158 beschäftige

im bereich werbung und marketing (2021) (Quelle)

18.200 beschäftigte

In deutschen theaterunternehmen (2020) (Quelle)

Typische Berufsfelder mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt

Im folgenden haben wir einige Fachbereiche aufgeführt, in welchen Absolvent:innen der Geisteswissenschaften nach dem Abschluss des Studiums arbeiten.

Interessierst du dich für das Feld der Medien und Kommunikation, so können Studiengänge im Fachbereich Medien- und Kommunikationswissenschaften das richtige für dich sein. Hierbei dreht sich alles um die Thematik der Kommunikation der Menschen innerhalb der Gesellschaft. Dies wird gekoppelt an die Funktion der unterschiedlichen Medien, sprich, wie sich die Kommunikation mit und durch die Medien verhält und verändert. Arbeitsbereiche können also Verlage, Redaktionen oder PR-Agenturen sein. Auch im Hörfunk und Fernsehen bieten sich interessante Jobmöglichkeiten.

Die Fachrichtung Kulturwissenschaften beschäftigt sich mit den verschiedenen Kunstformen und Kunsttheorien. Dabei befassen sie sich mit den Kunstdisziplinen Literatur, Musik, bildende Kunst, Film, Fernsehen und neue Medien. Das Berufsfeld hier ist also ziemlich breit aufgestellt, umso wichtiger ist es, sich während des Studiums einer Präferenz zu widmen, welche man in seinen zukünftigen Beruf ausleben kann. So finden Kulturwissenschaftler:innen Jobs in Museen und Archiven, im journalistischen Bereich, in der Kultur- und Veranstaltungsszene oder auch in der Bildungsarbeit.

Innerhalb der Literaturwissenschaften steht das wissenschaftliche Arbeiten mit Texten aus unterschiedlichen Epochen im Vordergrund. Dabei wird theoretisch, aber auch historisch und gesellschaftlich auf u.a. Romane, Essays und Kurzgeschichten geschaut und sowohl kulturell als auch sprachlich werden diese betrachtet und analysiert. Neben den einschlägigen Jobs innerhalb von Verlägen, als Autorin oder Journalistin oder im PR-Bereich, finden Literaturwissenschaftler:innen in der Sprachforschung als auch in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung ihren beruflichen Weg.

Wenn du dich für Theater und oder Musik interessiert, erhältst du im Studienfach Theaterwissenschaften Einblicke in sowohl die Theatergeschichte als auch in die theoretischen und analytischen Grundzüge des Theaters bis heute. Die Musikwissenschaften konzentrieren sich auf die theoretischen und die praktischen Inhalte der Musik im allgemeinen und legt dabei nicht nur den Fokus auf die Erforschung der unterschiedlichen musikalischen Epochen von früh bis spät, sondern setzt sich auch mit dem Musizieren an sich auseinander. Sowohl in den Theater- als auch in den Musikwissenschaften spielt auch die Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, sozialen und kulturellen Aspekten eine wichtige Rolle. Jobs findest du im Theater, im Film und Fernsehen, in Redaktionen und Verlagen, aber auch im Bereich des Kulturmanagements und auch wieder in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenbildung.

Liegt dein Interesse mehr kunstgeschichtlichen Bereich, solltest du dich mit dem Studiengang der Kunstgeschichte näher auseinandersetzen. Kunsthistorische Felder wie bildende Kunst, Architektur und das Kunsthandwerk stehen innerhalb des Studienganges im Vordergrund. Du betrachtest die unterschiedlichen Kunstobjekte und deren Künstler kunsthistorisch, bedeutete, dass neben der stilistischen Analyse auch soziale, gesellschaftliche und politische Analysen in das Studieren mit einfließen. In Museen, Archiven oder in der Denkmalpflege sind Kunstgeschichtler gerne gesehen. Natürlich besteht auch mit dem Abschluss dieses Studiengangs, sein Wissen als Journalist:in bei Verlagen oder Magazinen einzubringen.

Interessant ist, dass Geisteswissenschaftler:innen nicht nur in den typischen Branchen Möglichkeiten auf einen spannenden Job haben. Auch fachfremde Branchen können für die Absolvent:innen interessant sein. Bei Verbänden, Unternehmensberatungen oder sogar in der IT und im Gesundheitswesen sind Geisteswissenschaftler:innen gerne gesehen. Hier gilt es bloß, intensive Ausschau auch über den Tellerrand zu halten und neben den gängigen und bekannten Anlaufstellen den Blickwinkel zu erweitern und abseits des geisteswissenschaftlichen Bereichs auch Unternehmen mit einem anderem betrieblichen Fokus in Betracht zu ziehen. 

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