Au Pair – nach wie vor eine tolle Erfahrung für junge Menschen

Au Pair – nach wie vor eine tolle Erfahrung für junge Menschen

Trotz Schüleraustauschjahr und Studienmöglichkeiten im Ausland ist die Auslandserfahrung als Au Pair nach wie vor beliebt. Vor allem weibliche Bewerber gehen als Au Pair ins Ausland.

Wie eine Umfrage der Homepage “Au-Pair-Agenturen” ergab, registrierten sich allein im Jahr 2013 26.790 deutsche Au-Pair-Bewerber. Das ist ein Zuwachs von 16 % gegenüber dem Jahr 2012. Die beliebtesten Partnerländer waren dabei Großbritannien, Neuseeland und Frankreich – dicht gefolgt von Spanien, Irland und Australien. Der Trend zum Auslandsaufenthalt als Au Pair ist also nach wie vor ungebrochen.

Au Pair – Gegenseitiger Austausch mit Ländern

Der Begriff “Au-pair” stammt aus dem Französischen und heißt nichts Anderes als “auf Gegenseitigkeit”. In diesem speziellen Fall bedeutet das, dass bei einem Au-pair-Aufenthalt die Gastfamilie und das Au-pair davon profitieren.

So hilft das Au-pair im Haushalt und bei der Betreuung der Kinder in der Gastfamilie. Darüber hinaus lernt die Gastfamilie ebenfalls die fremde Kultur des Au-pairs kennen.

Das Au-pair erhält ebenfalls tiefe Einblicke in das Gastland und dessen Kultur und kann zusätzlich seine Fremdsprachenkenntnisse vertiefen. Au-pairs schließen während ihres Auslandsaufenthalts oft Freundschaften für ein ganzes Leben.

Warum Au-pair-sein eine tolle Erfahrung ist

Au-pairs werden intensiv in den Haushalt der Gastfamilie integriert. So sind sie nicht nur gezwungen, die fremde Sprache zu lernen bzw. zu vertiefen. Sie müssen sich auch an eine Kultur gewöhnen, die sich unter Umständen meilenweit von ihrer eigenen Kultur unterscheidet.

Durch die Arbeit im Haushalt und dem Aufenthalt im fremden Land werden sie Au-pairs zunehmend selbstständiger und selbstbewusster. So manch Elternteil hat sich nach der Heimkehr des Kindes aus dem Ausland über die Reife des Sprösslings gewundert.

Auch die Kontaktaufnahme bleibt nicht aus. Das Au-pair bringt und holt die Kinder in die Schule/Kindergarten und knüpft dadurch schnell neue Kontakte. In der Freizeit bestehen ebenfalls viele Möglichkeiten, neue Freundschaften zu schließen. Diese Freundschaften bleiben häufig ein Leben lang bestehen. Nicht selten entwickelten sich daraus auch Multi-Kulti-Beziehungen.

Auch bei künftigen Arbeitgebern kommt ein Aufenthalt als Au-pair gut an. Wie eine Umfrage ergab, hatten 80 % aller früheren Au-pairs bessere Jobchancen durch ihren Auslandsaufenthalt.

Dein Profit:

  • höhere interkulturelle Kompetenz
  • vertiefte/verbesserte Fremdsprachenkenntnisse
  • bessere Jobchancen nach dem Au-pair-Jahr
  • lebenslange Freundschaften
  • das Kennenlernen einer neuen Kultur
  • höheres Selbstbewusstsein
  • höhere Selbstständigkeit

Au-pair sein, ja, aber wie?

Als Au-pair kann sich jeder bewerben, der mindestens 18 Jahre alt ist. Bei einigen Agenturen ist eine Bewerbung bereits mit 17 Jahren möglich, da vom Zeitpunkt der Bewerbung bis zum Antritt des Au-pair-Jahres oft ein Jahr vergeht.

Wichtig ist ein gültiger Führerschein, d. h. internationaler Führerschein. Nur so ist es möglich – vor allem in weitläufigen Ländern, wie den USA – die Kinder zur Schule/Kindergarten zu bringen bzw. abzuholen und Einkäufe zu erledigen. Eine Ausnahme bildet China. Hier ist der Führerschein keine Bedingung.

Wer wirklich gute Chancen auf eine Zulassung als Au-pair haben möchte, sollte bereits Erfahrungen in der Kinderbetreuung nachweisen können. Diese Erfahrungen sollten nicht länger, als drei Jahre zurückliegen. Ideal ist ein Stundennachweis von mehr als 50 Stunden. Je nach Land können die Anforderungen an die Anzahl der Stunden variieren.

  • Mindestalter 18 Jahre, Bewerbung bereits mit 17 Jahren möglich
  • gültiger Führerschein (für den Aufenthalt als Au-pair: internationaler Führerschein)
  • Erfahrungen in der Kinderbetreuung in den letzten drei Jahren

Au-pair – so geht’s

Für einen Aufenthalt als Au-pair musst du dich bei einer der vielen Au-pair-Agenturen in Deutschland kurz und unverbindlich bewerben. Viele Agenturen bieten eine Online-Bewerbung an.

Werden alle Voraussetzungen erfüllt, erhalten die Bewerber eine Einladung zum weiteren Verfahren. Einige Agenturen verlangen eine Video-Vorstellung des Bewerbers als Bewerbung für die Gastfamilie. Schließlich entscheidet diese letztendlich, ob sie den Bewerber aufnehmen möchte oder nicht. Sobald sich eine Gastfamilie für den Bewerber interessiert, meldet sie sich per Mail beim Bewerber und vereinbart ein erstes Gespräch zum Kennenlernen per Telefon oder Skype.

Bei dieser Gelegenheit erhalten Bewerber die Möglichkeit, alles über die mögliche künftige Gastfamilie zu erfahren. Da die Chemie nicht immer sofort zwischen Bewerber und Gastfamilie stimmt, kann es unter Umständen eine Weile dauern, ehe die richtige Gastfamilie gefunden wurde. Früher oder später ist dann der Moment gekommen, in dem der Bewerber eine schriftliche Bestätigung über die Aufnahme in die Gastfamilie erhält. Dann bekommt das künftige Au-pair auch weitere Details zur weiteren Vorgehensweise.

Die Agentur, bei der sich der Bewerber beworben hat, schickt dann die entsprechenden Unterlagen zu, die der Bewerber ausfüllen muss. Jetzt ist auch der Zeitpunkt für die Antragstellung des Visums gekommen.

Sind diese Formalitäten erledigt, stehen nur noch das Vorbereitungstreffen und die Abreise vor der Tür. Bei diesen Vorbereitungstreffen erhalten die künftigen Au-pairs die Möglichkeit, mit früheren Au-pairs zu reden und weitere künftige Au-pairs zu treffen. Das ist die Gelegenheit, um wertvolle Tipps zu bekommen und Fragen zu stellen.

Da die Teilnahme bei vielen Agenturen freiwillig ist, wird häufig ein Unkostenbeitrag von zirka 30 Euro erhoben. Die Teilnahme an diesen Treffen lohnt sich allerdings in jedem Fall.

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