Ausbildung

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Foto von Daniel Wiadro

Ist AUSBILDUNG etwas für mich? Es gibt viele Möglichkeiten und Wege um deinem Traumjob näher zu kommen. Je nachdem, ob du den Hauptschulabschluss, den Realschulabschluss, die Fachhochschulreife oder das Abitur hast stehen dir verschiedene Ausbildungswege offen. Hier findest du einen Überblick und hoffentlich auch deinen Traumberuf!

Wie oft hast du den Spruch nun beginnt der Ernst des Lebens schon gehört? Sicherlich unzählige Male ebenso wie viele andere Menschen in deinem Alter. Doch auch, wenn es eigentlich nur ein Spruch der lieben Eltern ist, so steckt auch hier viel Wahres dahinter, speziell, wenn es um die Ausbildung geht.

Deine Ausbildung bereitet dir den Weg für die Zukunft und stellt in vielen Punkten die Weichen für deine Ziele. Eine solche Entscheidung, was genau du machen möchtest, sollte also immer gut durchdacht sein. Damit du deine Entscheidung später ganz nach deinen Vorstellungen treffen kannst, ist es wichtig, genau zu wissen, welche Möglichkeiten du hier überhaupt hast. Das soll dir, im Zusammenhang mit den wichtigsten Informationen zu den einzelnen Optionen, aufgezeigt werden.

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Welche Varianten einer Ausbildung gibt es und welche Voraussetzungen musst du erfüllen?

Es gibt zwei Hauptkategorien, so sollen sie hier einmal genannt werden, zwischen denen du dich entscheiden kannst. Zum einen hast du die Möglichkeit eine schulische Ausbildung zu machen. Die andere Option stellt die duale Ausbildung dar. Beide Varianten haben dabei ihre ganz eigenen Vorteile, die dir im Laufe des Textes natürlich noch aufgezeigt werden sollen. Aber alles der Reihe nach. Die wohl wichtigste Frage an dieser Stelle für dich wird wohl sein, was du eigentlich für Voraussetzungen mitbringen musst, um den jeweiligen Weg einschlagen zu können.

An dieser Stelle macht sich bei den meisten jungen Menschen die Befürchtung breit, dass ihre Bildung nicht ausreicht, um hier wirklich etwas in Bewegung setzen zu können. Diese Angst ist jedoch völlig unbegründet. Ein Schulabschluss ist immer ein Vorteil für dich, das steht völlig außer Frage. Dabei gilt: desto höher der Abschluss, desto besser in der Regel auch die Chancen. Dennoch ist ein Abschluss nicht zwingend erforderlich. Wenn ein Betrieb der Meinung ist, dass du ideal für die gestellten Aufgaben geeignet bist, kann dieser dich natürlich auch ohne Schulabschluss ausbilden.

Kurz gesagt, du kannst also immer sowohl eine schulische als auch eine duale Ausbildung starten, wenn die Kapazitäten dafür frei sind. Sprich, wenn die auszubildende Schule, bei einer schulischen Ausbildung, Plätze freihat oder dich ein Unternehmen, bei einer dualen Ausbildung, als Lehrling einstellt. Ein guter Abschluss erhöht dabei, wie oben schon gesagt, deine Chancen.

Der typische Weg einer dualen Ausbildung

Nun einmal kurz für dich zum Verständnis, wie eine duale Ausbildung im typischen Fall aussieht. du hast hier einen Ausbildungsbetrieb, in dem du die praktischen Fähigkeiten des jeweiligen Berufes erlernst. In geregelten Abständen besuchst du die Berufsschule, um dort die theoretischen Themen abzuarbeiten. Das ist teilweise mit der bisherigen Schule von früher vergleichbar, aber es wird auch viel mehr Selbstständigkeit erwartet.

Die Berufsschule geht selbstverständlich auch auf praktische Bereiche ein, die du in Form von Lehrgängen oder auch schulischen Weiterbildungen kennenlernen wirst und generell gibt es viel öfter einen praktischen Bezug zu diversen Themen. Die duale Ausbildung kann man als sehr wechselhaft beschreiben, was für die meisten jungen Menschen wesentlich interessanter ist. Das musst du allerdings für dich entscheiden. Hier soll keine Wertung vorgenommen werden.

Deine Ausbildungszeit hängt von dem jeweiligen Beruf ab. du kannst hier aber davon ausgehen, dass sich die Zeitspanne in einem Rahmen von 3 bis 3 1/2 Jahren bewegen wird. In diesem Zeitfenster sind die Prüfungen bereits mit eingeschlossen. Anschließend bist du, nach erfolgreichen Abschluss, automatisch Facharbeiter in dem jeweiligen Beruf.

Ein paar Tipps zur dualen Ausbildung

Bei der dualen Ausbildung benötigst du einen Betrieb, der dich in der Praxis ausbildet. Als kleiner Tipp sei hier gesagt, ruhig einmal in die einzelnen Unternehmen hineinzuschauen, bevor du dich entscheidest. So kannst du am besten feststellen, welches Unternehmen dir persönlich am besten zusagt. Schließlich musst du dich am Ende dort wohlfühlen und das Wohlfühlen ist wichtig, um die eigenen Ziele erreichen zu können.

Dein Ausbildungsbetrieb wird dich zu Beginn der Ausbildung informieren, welche Kammer für dich zuständig ist und wo die jeweilige Schule liegt, in der du später den theoretischen Teil erlernen wirst. Generell ist die zuständige Kammer auch ein guter Anlaufpunkt, um dich über bestimmte Ausbildungsberufe genauer zu informieren.

Ein letzter Punkt, der immer zu empfehlen ist. Schau einfach mal, ob du jemanden kennst, der eine solche Ausbildung bereits gemacht hat und stellt dieser Person jene Fragen, die dich am meisten beschäftigen. Hier wirst du immer gute Informationen einholen können.

So sieht der Ablauf einer schulischen Ausbildung aus

Eine schulische Ausbildung ist, wie der Name schon vermuten lässt, nahezu komplett auf die schulische Ebene ausgerichtet. Das heißt, hier wirst du wieder die Schulbank drücken und dich vom Wissen berieseln lassen. Klingt langweilig? Keine Angst, das ist natürlich nicht alles, was dich hier erwartet.

Im Gegensatz zur dualen Ausbildung hast du hier schon mehr Theorie, ohne Frage. Doch auch die Praxis muss hier erlernt werden, was dann in verschiedenen Unternehmen durchgeführt wird. Es gibt also auch hier immer wieder praktische Teile, die du im Zuge deiner Ausbildung durchlaufen wirst und die außerhalb der schulischen Räume stattfinden. In vielen Ausbildungsbereichen kannst du dir hier auch den jeweiligen Betrieb aussuchen. Nur in Ausnahmen wird dir ein Unternehmen für einen praktischen Teil zugewiesen. Auch immer abhängig von dem jeweiligen Berufszweig.

Ebenso abhängig von Berufszweig ist die jeweilige Ausbildungsdauer. In den meisten Fällen erwartet dich hier eine Zeit von zwei Jahren. Es kann hier aber auch Abweichungen geben, sodass beispielsweise auch eine Ausbildungszeit von drei Jahren auftreten kann. du solltest dich also immer vorab informieren, welche Dauer du bei der jeweiligen Ausbildung erwarten kannst bzw. zu erwarten hast.

Ein paar kleine Tipps zur schulischen Ausbildung

Wenn du eine schulische Ausbildung starten möchtest, dann informiere dich am besten direkt über die einzelnen Schulen. Mit dem Internet ist das ja heute kein Problem mehr. Schau dir ruhig die Details und auch die Ausbildungspläne und -inhalte der einzelnen Ausbildungsberufe verschiedener Schulen an und lege so fest, welche für dich in Frage kommen.

Die Betriebe für die praktischen Teile kannst du ja in den meisten Fällen selbst wählen. Es ist immer zu empfehlen, wenn du bereits im Vorfeld schon einmal ein Praktikum oder ähnliches in einem solchen Betrieb gemacht hast. Dann stehen die Chancen besonders gut, dass du hier direkt wieder einen Platz bekommst. Vorausgesetzt, das Praktikum im Vorfeld verlief gut. Aber davon wollen wir an dieser Stelle doch mal ausgehen.

Letzter Tipp der dir hier noch mit auf den Weg gegeben werden soll. Informiere dich über die möglichen Kosten, die hier entstehen können, sowie über mögliche Förderungen, die dir zustehen.

Verdienst und Kosten einer Ausbildung

Es ist klar, dass dieser Punkt hier natürlich für dich einen ganz besonderen Stellenwert einnimmt und du dir hier möglichst viele Informationen erhoffst. Doch da die Ausbildungsbereiche so verschieden sind, gibt es auch ganz verschiedene Verdienstmöglichkeiten, sowie auch Kosten, die für dich anfallen können.

Ein ungefährer Richtwert für den Verdienst kann dir hier aber schon gegeben werden. Wenn du Lehrling in einem Unternehmen bist, so kannst du hier von 400 bis 750 Euro ausgehen. Dieser Wert gilt für das erste Lehrjahr und steigt je Ausbildungsjahr stetig an. Ein Unternehmen kann dabei aber auch über diesen Rahmen hinaus gehen. So kann es also beispielsweise auch sein, dass du in einem Unternehmen im ersten Jahr 900 Euro verdienst. Der oben genannte Wert ist also als Durchschnitt, was du erwarten kannst, anzusehen.

Kosten & Finanzierungsmöglichkeiten

Ebenso wie für den Verdienst so kann auch bei den Kosten kein klarer Wert genannt werden. Die Kosten für eine Ausbildung, was sich speziell auf die schulischen Ausbildungen bezieht, können hier aufgrund der Unterschiede nicht klar definiert werden. Deswegen wurde bereits oben empfohlen, dass du dich im Vorfeld immer ganz genau informieren solltest, was hier im Einzelnen auf dich zukommt.

In jeder dualen Ausbildung erhältst du eine Vergütung, die je nach Branche unterschiedlich hoch ausfällt. Es gibt Tarifverträge, die viele Ausbildungsvergütungen festlegen. Sollte dein Verdienst trotzdem nicht ausreichen, kannst du dich während der Ausbildung finanziell unterstützen lassen. Hierfür gibt es diverse Möglichkeiten wie beispielsweise BAB (Berufsausbildungsbeihilfe), Schüler-BafÖG, Wohngeld, etc.

Wie läuft die spätere Prüfung ab?

Bei den Prüfungen wird ebenfalls wieder zwischen der dualen und der schulischen Ausbildung unterschieden. Daher sollen hier auch beide Bereiche separat voneinander betrachtet werden.

Die Prüfung der dualen Ausbildung

Bei der dualen Ausbildung wirst du nach Ablauf der Ausbildungszeit von der jeweiligen Kammer geprüft werden. Machst du also beispielsweise einen handwerklichen Beruf, so wird dies die Handwerkskammer sein. In den meisten Ausbildungsbereichen ist es so, dass hier jeweils zwei Prüfer direkt von der Kammer kommen und ein Lehrer, in den meisten Fällen der Klassenlehrer, als dritte Person die Prüfung durchführen.

Abgefragt werden hierbei alle relevanten Themen, die in Laufe der Ausbildung gelehrt wurden. Die Prüfung unterteilt sich dabei in theoretischen und praktischen Teil und wird auf zwei Tage (Normalfall) aufgespalten. Beide Bereiche werden bewertet und dann als Abschlussnote zusammengefügt. Hast du die Prüfung bestanden, so erhältst du direkt im Anschluss deinen Titel als Geselle, Fachangestellte o.ä. Ausgehändigt werden dir zudem ein Abschlusszeugnis und der Gesellen- bzw. Fachangestelltenbrief als Nachweis für deine bestandene Prüfung.

Die Prüfung der schulischen Ausbildung

Die schulische Ausbildung ist recht einfach zu erklären, da sie sich nicht sonderlich von Prüfungen aus der Schulzeit unterscheidet. Du findest auch hier sowohl die mündliche als auch die schriftliche Prüfung vor, die du im Idealfall natürlich beide bestehst. Nach erfolgreichem Abschluss der Prüfung erhältst du ein Abschlusszeugnis, welches deine bisherigen Zeugnisse ersetzt. Das heißt, dieser Abschluss ist höher gestellt als dein schulischer Abschluss. Willst du dich also später bewerben, so reicht es aus, wenn du dieses Abschlusszeugnis vorlegst. Zu empfehlen ist dies immer, wenn dein vor ran gegangenes Zeugnis nicht ganz so gut ausschaut. Wie du sehen kannst, bieten die jeweiligen Ausbildungen also auch immer ganz spezielle Vorteile. Welche es zudem noch gibt, dass soll dir im letzten Teil noch kurz aufgelistet werden.

Ausbildung verkürzen

Unter bestimmten Bedingungen kann man die Ausbildungsdauer verkürzen. Gründe hierfür sind beispielsweise eine vorherige Ausbildung, herausragende Noten oder ein höherer Schulabschluss. Die Verkürzung muss in Absprache mit dem Ausbildungsbetrieb erfolgen und schriftlich z.B. bei der Industrie- und Handelskammer beantragt werden.

Anerkennung der Ausbildung

Es ist möglich, dass die Kombination aus einem Hauptschulabschluss und einer erfolgreich absolvierten Ausbildung zur Anerkennung des Realschulabschlusses (mittlerer Bildungsabschluss) führen. Hierfür sind meist zusätzlich einige Bedingungen zu erfüllen, wie beispielsweise der Nachweis von Deutsch und/oder Englischkenntnissen oder eines bestimmten Notendurchschnitts. Genaue Informationen dazu erhält man über die Berufsschule oder die zuständige Kammer.

Ausbildung abgebrochen?

Ungefähr 20% der Azubis brechen ihre Ausbildung vorzeitig ab. Die Abbruchquote ist von Beruf zu Beruf verschieden. Die Gründe, warum die Auszubildenden ihre Ausbildung abbrechen sind sehr unterschiedlich. Bei einem Abbruch der Ausbildung muss sich der Azubi arbeitslos melden und um seine Krankenversicherung kümmern. Bevor eine Ausbildung komplett abgebrochen wird, sollte man sich über die Möglichkeiten des Ausbildungsplatzwechsels informieren.

Vorteile im Überblick

Hier möchten wir euch abschließend die wesentlichen Vorteile kurz im Überblick darstellen:

Allgemeine Vorteile:

  • Arbeitserfahrung
  • Mehr Praxis als im Studium
  • Verdienstmöglichkeiten
  • Spezialisierung in einem bestimmten Bereich
  • Möglichkeit im Anschluss ein fachnahes Studium anzuschließen

Duale Ausbildung:

  • Prüfungszeugnis mit allen Prüfungsnoten
  • Betriebliches Ausbildungszeugnis ausgestellt vom Betrieb
  • Gesellen- oder Fachangestelltenbrief für zukünftigen Werdegang
  • Möglichkeiten zur Weiterbildung während der Ausbildung

Schulische Ausbildung:

  • Unterricht im Klassenverband
  • Möglichkeit den Schulabschluss nachzuholen
  • Praxis durch betriebliche Praktika
  • Staatlicher Abschluss

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