Mut zur Lücke – Wie macht sich ein Gap Year im Lebenslauf?

man with backpack on top of cliff staring at mountain

Viele Schüler wissen bereits früh, wie es nach ihrem Schulabschluss für sie weiter gehen soll: Viele möchten auf direktem Weg von der Schule zur Uni und von dort aus weiter zum ersten „richtigen“ Job gelangen. Anderen ist klar, dass sie nach der lernintensiven Zeit keinesfalls länger in stickigen Hörsälen über Büchern brüten wollen und beginnen lieber gleich mit der Ausübung eines Berufs. Und dann gibt es noch die, die ganz was anderes für ihr Leben wollen – euch.

Weißt du noch nicht, welchen beruflichen Werdegang du einschlagen möchtest? Hast du das Gefühl, nach den Strapazen des Abiturs oder dem bestandenen Bachelor-Abschluss erstmal eine Pause von der geleisteten „Gehirn-Arbeit“ zu brauchen? Oder zieht es dich ganz einfach in die Ferne – in die unendliche Weite der Welt? Gerade nach dem erfolgreichen Schul- oder Uniabschluss ist ein „Gap Year“ eine gute Idee. Nicht nur, weil du deinen persönlichen Horizont erweitern und ganz neue und aufregende Erfahrungen sammeln kannst, sondern auch weil sich ein solcher Auslandsaufenthalt erwiesenermaßen positiv auf zukünftige Bewerbungen auswirkt. Ein „Gap Year“ ist weit mehr als eine „Lücke“ im Lebenslauf, im Gegenteil: Immer mehr Arbeitgeber bevorzugen Bewerber, die ein solches Auslandsjahr vorzuweisen haben. Dabei spielt es primär meist keine große Rolle, ob du in Ghana Englisch unterrichtet, in Australien Koalas gefüttert oder einfach mit deinem Rucksack durch Südamerika gereist bist – schließlich geht jeder Auslandsaufenthalt mit der Entwicklung verschiedener Fähigkeiten und Kompetenzen einher, die für Arbeitgeber von großem Interesse sind sind.

„Soft Skills“ – Warum sind sie auf dem Arbeitsmarkt so gefragt?

Sogenannte „Soft Skills“ sind Eigenschaften und Fähigkeiten, die neben dem beruflichen Know-How, also den „Hard Skills“, einen guten Arbeitnehmer auszeichnen. Davon gibt es unzählige – und viele davon stellst du bereits im Rahmen deines Auslandsausfenthaltes unter Beweis, was dich für zukünftige Arbeitnehmer meist attraktiver macht als Bewerber ohne vergleichbare Erfahrungen.

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Bereits bei der Planung und Organisation deines Gap Years sind die sogenannten „Soft Skills“ nötig: Während du im Internet recherchierst, dich mit Organisationen in Verbindung setzt, Messen besuchst und Kataloge durchstöberst, zeigst du bereits dein Organisationstalent und deine Zielstrebigkeit. Die Planung eines „Gap Years“ ist durchaus aufwendig und erfordert zudem viel Geduld und Durchhaltevermögen. Das allein sind bereits Fähigkeiten, die deinem zukünftigen Chef gefallen könnten – und deine Reise hat noch nicht einmal begonnen! Im Laufe deines Gap Years erweitern sich deine „Soft Skills“ wie von allein durch alles, was du erlebst. Du planst deine eigene Reise und suchst dir unterwegs die passenden Jobs? Damit demonstrierst du deine Eigenständigkeit sowie deine Flexibilität im Umgang mit neuen Situationen. Auch zeigst du, dass du mutig genug bist, neue Herausforderungen anzunehmen und dass du auch mit ungewohnten Situationen souverän umgehen kannst. Absolvierst du einen Sprachkurs, vielleicht sogar in einer Sprache, die dir bislang nicht allzu geläufig war? Dadurch schulst du in erster Linie natürlich deine Fremdsprachenkenntnisse, die ebenfalls auf dem Arbeitsmarkt gefragt sein werden.

In zweiter Linie zeigst du hier aber auch interkulturelle Kompetenz: Um Land und Leute besser zu verstehen, sind solche Fremdsprachenkenntnisse elementar. Absolvierst du ein Praktikum in einem sozialen oder ökologischen Bereich? Dadurch offenbarst du sowohl Verantwortungsbewusstsein als auch Teamfähigkeit im Umgang mit Menschen, die ganz anders soziokulturell geprägt sein mögen als du. Du siehst, es ist regelrecht nebensächlich, was du während deines „Gap Years“ genau machst – für Arbeitgeber geht ein Auslandsaufenthalt geradezu zwangsläufig mit der Ausbildung vielversprechender Kompetenzen einher. Selbst wenn du einfach nur von Hostel zu Hostel reist, um die wunderschönen Landschaften und kulturellen Besonderheiten der Menschen vor Ort zu erleben, stellst du bei einer solchen Reise deine selbstständige Organisation, deine Anpassungsfähigkeit an neue Situationen, deinen Mut, deine Ziele zu verfolgen sowie deine (interkulturellen) Kommunikationsfähigkeiten unter Beweis. Vor diesem Hintergrund macht es Sinn, dass Bewerber, die einen Auslandsaufenthalt vorzuweisen haben, von Arbeitgebern häufig bevorzugt eingestellt werden – schließlich bringen diese einen ganz anderen Erfahrungsschatz mit als Bewerber, die solche interkulturellen und herausfordernden Erfahrungen nicht gemacht haben.

Tipps für deinen Lebenslauf

Wenn du nach deinem aufregenden und wunderschönen Gap Year zurück kommst, bist du um unzählige Erfahrungen reicher. Egal, wie es für dich weiter geht: Früher oder später wirst du an deinem Computer sitzen und deinen Lebenslauf für deine erste Jobbewerbung oder dein Pflichtpraktikum im Studium bearbeiten. Es ist durchaus sinnvoll, deinen Auslandsaufenthalt hierbei besonders hervorzuheben. Wenn du über die „Soft Skills“ hinaus noch weitere berufliche Fähigkeiten erlernen konntest, lohnt sich eine detailliertere Beschreibung dessen, was du vor Ort gearbeitet hast. Aber auch die konkrete Angabe deiner wichtigsten erworbenen „Soft Skills“ kann deinen Arbeitgeber daran erinnern, welche wichtigen Kompetenzen ein solches Gap Year fördert. Die unvergesslichen Erfahrungen in deinem Auslandsjahr können demnach nicht nur deine Augen, sondern auch deinen Lebenslauf zum Strahlen bringen.

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