Arbeitserfahrung sammeln in der Umweltbranche

Ein Interesse daran, unsere natürlichen Ressourcen zu bewahren, haben heutzutage längst nicht mehr nur Randgruppen. „Bio“ ist vielmehr Teil des modernen Lifestyles geworden und hat die „Öko-Mentalität“ vergangener Jahrzehnte abgelöst. Heute geht es um Konsum ohne Reue anstatt um Verzicht. Dieses gewachsene Umweltbewusstsein ist die fast zwingende Antwort auf den lange Zeit zerstörerischen Umgang der Industrie mit Mutter Erde.

Der „Bio-Boom“ erstreckt sich auf alle Lebensbereiche – von Bio-Lebensmitteln und nachhaltiger Mode über umweltverträgliche Energiegewinnung und Tourismus bis zu „grünen“ Suchmaschinen. Die Entstehung neuer „grüner Berufe“ ist die logische Folge dieses wachsenden Bedarfs. Auch das Studienangebot wurde in diesem Bereich entsprechend ausgeweitet, insbesondere in den naturwissenschaftlichen und technischen Zweigen:

  • Ökologie,
  • Biotechnologie,
  • Umwelttechnik, -management oder -recht,
  • Energiemanagement,
  • Geoökologie oder
  • Landschaftsplanung

sind nur einige Beispiele. Traditionelle Berufe wie Landwirt, Förster oder können durch Fort- und Weiterbildungen ebenfalls „grün“ werden.

In der Umweltbranche werden fundiert ausgebildete Experten gesucht, die theoretisches wie praktisches Know-how mitbringen. Außerdem sollten sie gute Englischkenntnisse und interkulturelle Kompetenz mitbringen. In internationalen Studiengängen sind Auslandserfahrungen ausdrücklich erwünscht. Denn das Ringen um Nachhaltigkeit und Effizienz lebt vom Austausch der Nationen untereinander. Die ideale Art, sich hierin zu üben, ist ein Auslandspraktikum.

Auslandspraktikum machen

Mit einem Auslandspraktikum im Bereich „Umwelt“ investierst du in deine eigene Zukunft: Je internationaler deine Referenzen sind, umso interessanter wirst du für künftige Personalchefs. Sie wissen um den Gewinn durch junge Mitarbeiter, die bereits Auslandserfahrungen gesammelt haben: Denn du bringst dann nicht nur eine gute Kommunikationsfähigkeit mit, sondern hast auch deine Aufgeschlossenheit und deinen Mut zur Eigeninitiative unter Beweis gestellt.

Einige Wochen bis Monate kann ein Auslandspraktikum dauern. Möglich ist es zu verschiedenen Zeitpunkten: In manchen Studienbereichen wird ein Vorpraktikum verlangt, d.h. dass du als Studienanfänger noch vor der Immatrikulation in das Berufsfeld hineinschnupperst. Während des Studiums sind dann Industrie- und Forschungspraktika üblich. In dieser Zeit kannst du häufig erstmalig die Theorie in der Praxis anwenden. Beliebt ist es auch, im Rahmen eines Praktikums die Abschlussarbeit zu schreiben.

Wo ein Umwelt-Auslandspraktikum machen?

So unterschiedlich die Studien- und Berufsbereiche sind, die unter dem Begriff „Umwelt“ subsumiert werden, so unterschiedlich sind auch die Praktikums-Möglichkeiten:

  • Forschungslabore,
  • Naturschutzvereine,
  • Agenturen,
  • Energiekonzerne oder
  • Umweltzentren und –behörden

sind denkbare Orte. Das hängt ganz von deinen persönlichen Interessen und Schwerpunkten ab. Konkret könnte es z.B. um die Renaturierung eines Flusses in Frankreich gehen, die am PC geplant wird und vor Ort kontrolliert wird. Oder du untersuchst den Schadstoffgehalt von Düngestoffen in einem brasilianischen Labor. Vielleicht arbeitest du auch in einem US-amerikanischen Ingenieurbüro und entwickelst eine Biogasanlage mit.

Entweder kannst du dein Auslandspraktikum eigenständig planen oder du lässt dich von einer Vermittlungs-Agentur unterstützen lassen. Agenturen haben den Vorteil, dass sie sich in der Regel um die Organisation der Unterkunft, des Flugs und der Aufenthaltsgenehmigung kümmern. Allerdings kannst du dann nur einen Praktikumsplatz bei einem Kooperationspartner bekommen. Das kann allerdings aufgrund der Erfahrungswerte der Agentur ein großer Vorteil sein. Manche Agenturen bieten vor Ort außerdem einen begleitenden Intensiv-Sprachkurs an.

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