Soziale Berufe & NGOs

Wer gerne mit und für andere Menschen arbeiten möchte, oder sich auch beruflich für Themen wie Natur- und Umweltschutz engagieren möchte, für den sind soziale Berufe bzw. die Arbeit in NGOs genau das Richtige. Als NGOs bezeichnen sich Nichtregierungsorganisationen (Non-Governmental Organizations). Der Fokus ihrer Arbeit liegt in der Regel auf sozialer Ungerechtigkeit, Armut, Bildung, Katastrophenhilfe sowie dem Schutz von Natur und Umwelt. Dabei steht die Sache im Vordergrund, denn soziale Arbeitgeber und NGOs arbeiten nicht gewinnorientiert.

Deutschland ist ein Sozialstaat, der sich für Gerechtigkeit und sozial schwächere Menschen engagiert, sodass es hier eine Vielzahl sozialer Berufe gibt. Viele große NGOs haben außerdem einen deutschen Sitz, sodass es in dieser Branche zahlreiche Arbeitgeber gibt. Während sich viele Berufsfelder wegen der zunehmenden Digitalisierung stark verändern, ist und bleibt dieser Bereich krisensicher und menschlich. Die Arbeit erfordert häufig sehr viel Verantwortungsbewusstsein, Einfühlungsvermögen und Durchhaltevermögen, erfüllt aber auch mit dem durch nichts zu ersetzenden guten Gefühl jemandem helfen und Menschen ein Lächeln aufs Gesicht zaubern zu können.

Die nächsten Messen für soziale Berufe & NGOs

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Zahlen und Fakten zu sozialen Berufen & NGOs

343.000 beschäftigte

Sozialarbeiter:innen in Deutschland (2020) (Quelle)

99.000 Studierende

Im Studiengang Soziale Arbeit in Deutschland (2020) (Quelle)

35.724 € gehalt

Durschnittsgehalt SozialArbeit mit Hochschulabschluss (2019) (Quelle)

Typische Berufsfelder bei sozialen Berufen & NGOs

Bürokaufmann/ -Kauffrau im Bereich Soziales und NGOs (Ausbildung): Natürlich fallen auch im sozialen Bereich und bei NGOs Bürotätigkeiten an, die häufig von kaufmännischen Mitarbeiter:innen bearbeitet werden. Wenn du also gerne einen kaufmännische Beruf ausüben möchtest, aber auch dein Interesse an Sozialem und Umwelt- und Naturschutz berücksichtigen willst, kannst du auch in dieser Branche arbeiten.

Entwicklungshelfer:in: Lebensqualität verbessern und Hilfe zur Selbsthilfe für Menschen, denen es schlechter geht als uns. Besonders in der dritten Welt. Das leisten Entwicklungshelfer:innen tagtäglich, häufig unter der Leitung von anerkannten staatlichen oder privaten Hilfsorganisationen. Sie arbeiten direkt vor Ort, z.B. in Bildungszentren, beim Brunnenbau oder im Gesundheitswesen. Die Entsendeorganisationen unterstützen sie dabei während und häufig auch noch nach ihrem Auslandsaufenthalt.

Erzieher:in (Ausbildung): In diesem Beruf steht die Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Fokus. Erzieher:innen sind in der Betreuung, Erziehung und Bildung junger Menschen tätig, besonder im vorschulischen Bereich aber auch in der Kinder- und Jugendarbeit sowie in der Heimerziehung. Ziel der Arbeit ist es vor allem, ihnen in der Zukunft ein selbstständiges Leben in unserer Gesellschaft zu ermöglichen.

Gebärdensprache Dolmetscher:in (Studium): In diesem spannenden Beruf arbeitest du als Übersetzer:in. Nur eben nicht für gesprochene (Laut-) Sprachen, sondern für Gebärdensprachen. So hilfst du hörgeschädigten oder taubstummen Menschen, besser am Alltag teilnehmen zu könne, indem du verschiedene Angebote wie z.B. Nachrichten (simultan) für sie übersetzt, oder aber ihnen bei der Kommunikation z.B. beim Arztbesuch oder bei Behörden hilfst. Denn Gebärdensprachen Dolmetscher:innen übersetzen in beide Richtungen. Übrigens: Es gibt nicht nur die eine, internationale Gebärdensprache, sondern über 100 verschiedene.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Nicht spezifisch für diesen Bereich, aber doch häufig gebraucht werden Mitarbeiter:innen für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sozialer Träger und NGOs. Zu den Aufgaben gehört dann häufig besonders Imagearbeit sowie die Gewinnung von Sponsoren und Spender:innen.

Sozialarbeiter:in/ Sozialpädagog:in (Studium): Dieser Beruf besteht vorallem aus Erziehungs- und Beratungsarbeit in den verschiedensten Bereichen. Bei der Betreuung von beispielsweise Kinder und Jugendlichen, Migrant:innen oder straffällig gewordenen Personen steht dabei immer ein Ziel im Vordergrund: Menschen in schwierigen Situationen begleiten und ihnen den Weg zu einem selbstbestimmten Leben zeigen. Dazu wird ermittelt, welcher Bedarf bei den Betreuten besteht und Pläne zur sinnvollen Unterstützung entwickelt. Sozialarbeiter:innen und Sozialpädagogen übernehmen Aufgaben im Bereich Planung, Konzeption und Organisation, sowie Leitungs- und Koordinierungsaufgaben mit Fokus auf die Menschen, mit denen und für die sie arbeiten.

Sozialassistent:in (Ausbildung): Sozialassistent:innen unterstützten hilfsbedürftige Menschen in ihrem Alltag, indem sie betreuende, hauswirtschaftliche oder pflegerische Aufgaben übernehmen. Dazu kann z.B. die Betreuung von Kindern, das Erledigen von Einkäufen, die Vorbereitung und Verabreichung von Mahlzeiten oder aber auch einfache medizinische Aufgaben gehören. Sozialassistent:innen arbeiten entweder direkt im Privathaushalt der betreuten Personen, oder in Einrichtungen wie z.B. Wohngruppen für Menschen mit Behinderung oder Altenheimen.

Streetworker:in: Sie sind aktiv auf den Straßen und an Bahnhöfen unterwegs, um dort z.B. Obdachlose, Suchtkranke und Prostituierte zu unterstützen und ihnen vielleicht irgendwann eine Rückkehr in die Gesellschaft ermöglichen zu können. Streetworker:innen verteilen z.B. Nahrungsmittel und andere Hilfsgüter oder unterstützen beim Gang zum Sozialamt oder bei der Wohnungssuche. Das ist nicht immer einfach, denn häufig stößt man zunächst auf Zurückweisung. Daher sind in diesem Beruf gute Menschenkenntnisse, starke Nerven und auch ein wenig Mut gefragt, um das Vertrauen der Klienten zu gewinnen.

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