Gap Year

woman sitting on rock next to bushes
Foto von Sonnie Hiles, Unsplash

Mut zur Lücke! Dem Alltag entfliehen und Neues kennen lernen – genau darum geht es bei einem Gap Year! Zwischen Schule und Studium oder Ausbildung oder vor dem ersten Job – immer mehr junge Menschen entscheiden sich zwischen zwei Lebensabschnitten für ein „Lückenjahr“. Wozu das Ganze? Orientierung finden, eine andere Sprache lernen oder einfach die Welt entdecken! Gründe gibt es viele. Die meisten nutzen dieses Jahr tatsächlich dazu, um Auslandserfahrung zu sammeln oder einen Sprachkurs im jeweiligen Land zu belegen, doch das ist natürlich nicht zwingend notwendig. Wie du dieses Jahr (was übrigens auch nur ein paar Monate sein kann und kein ganzes Jahr) gestaltest, bleibt ganz dir überlassen.

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Abitur – was dann? Das GAP Year

Dass ein GAP Year gut für die Karrierelaufbahn ist, wird von vielen namhaften und internationalen Unternehmen bestätigt. Dafür sprechen solche Anhalte, dass sie zum Teil spezielle „Gap Year“-Programme anbieten und fördern. Denn diese möglichen künftigen Arbeitgeber haben erkannt, dass die Auslandsaufenthalte positive Effekte auf die Persönlichkeitsentwicklungen der Durchführenden haben. Sie wirken weltoffener und haben eine breitere Sichtweise auf die Dinge bekommen. Die Praktikanten beziehungsweise Austauschschüler bestätigen dies im Interview und berichten zusätzlich von einer größeren Gelassenheit, die sie nebenbei erhalten haben.
Neben diesen sehr entwicklungsfördernden Argumenten bekommst du gleichzeitig Arbeits- und Branchenerfahrung, die sich auf unterschiedliche Weise ausgestalten lassen. Denn die Auswahl, welches Programm und welche Art du auswählst, sind sehr vielfältig. Nachstehend können dir vielleicht einige Statements als Ideen helfen, wonach du dich bei der Auswahl richten solltest.

Kaufmännischer Schwerpunkt

Hier ist es wichtig, Praktika in einem oder sogar mehreren Unternehmen zu machen. Hast du schon eine Tendenz, welche Bereiche dir auch später als Studienrichtung gefallen könnten, kannst du es enger fassen und danach speziell auswählen. Ansonsten ist jedes Praktikum gelegen, um dich auf ein Studium der Betriebswirtschaftslehre, Marketing, Volkswirtschaftslehre oder auch Recht vorzubereiten. Denn möchtest du später nach einem Rechtsstudium in einem Unternehmen arbeiten, helfen dir die jeweiligen Praktikumserfahrungen sehr und zeigen dir bereits die reguläre Arbeitswelt mit seinen täglichen Anforderungen.

Sozialer Schwerpunkt

Bezüglich der sozialen Praktika kannst du ebenso viele heraussuchen, die bestens passen. Die Auslandserfahrung ist nicht nur für den künftigen Arbeitgeber interessant, sondern manchmal auch für die Fachhochschule beziehungsweise Universität. Entweder werden für diese Zugangspunkte angerechnet oder als Pflichtpraktika bereits anerkannt. Das kannst du im Vorfeld mit dem jeweiligen Bildungsträger abklären und danach die Art des Praktikums auswählen.

Entwicklungshelfer-Schwerpunkt

Der Bereich und die Hilfe der Entwicklungshelfer sind mit den Jahren „konkreter“ geworden. Das bedeutet, dass die „Hilfe zur Selbsthilfe“ noch stärker im Fokus ist. Die Voraussetzungen der künftigen Mitarbeiter sind deswegen viel enger gezogen, sodass eine entsprechende Erfahrung im Ausland sogar erst eine Eingangstür ist und als Voraussetzung gewertet wird. Ohne dem akzeptieren die künftigen Arbeitgeber im Entwicklungsbereich neue Bewerber nur schwer. Gerade auch solche Erlebnisse in kontrastreichen Bereichen der Entwicklungshilfe fördert deine eigene persönliche Stabilität und Selbstständigkeit. Zusätzliche bekommst du gerade hier sowie in jedem anderen Auslandspraktikum interkulturelle Kompetenz, da du dich in solch einem Umfeld bewegst.

IT-Schwerpunkt

Gerade in diesem Bereich entwickeln sich nicht nur in Deutschland, sondern in anderen Ländern spannende Themenfelder und Spezialisierungen, die sich stark entwickeln. Deswegen sind die breiten Themen wie Programmierung, KI und weitere sehr interessant, diese zuvor zu beschnuppern. Das kommt dir nicht nur selbst als wichtige Praxiserfahrung zu Gute, sondern wird von künftigen Arbeitgebern in der IT-Branche so gewertet.

Mode und Design-Schwerpunkt

Top-Modeschöpfer und Designer sind bei den großen Textilherstellern hierzulande und gerade im Ausland zu finden. Ein Praktikum in den „geheimen Schöpfungsstätten“ zeigt, dass du es in der Branche ernst meinst und sie bereits schon zu deinen Anfängen sehr gut verstanden hast und dadurch deine Zielstrebigkeit beweist.

Grundstein für die Karriere

Wie du an diesen Beispielen gesehen hast, gibt es ganz spezielle Aufstiegsmöglichkeiten, die die einzelnen Arbeitgeber selbst ermöglichen und ein absolviertes Praktikum dafür als hilfreich ansehen. Deswegen ist das GAP Year nicht verloren, sondern garantiert dir die Karriere oftmals erst. Du hinterlässt nämlich mittels Praktikums in dem jeweiligen Unternehmen gleichzeitig deine persönliche „Visiten-Karte“, die gerade bei Personalern nicht zu unterschätzen ist.
Ebenso viel Zeit hast du auch bei den Bachelor- und Masterstudium-Gängen, die viele Lücken dazwischen inklusive der Semesterferien bieten. Hier wäre es ebenfalls angebracht, ein Praktikum im Ausland oder auch hierzulande zu machen und diese Zeit zu nutzen. Mit dieser Praxisphase kannst du den Schwerpunkt deines Studiums bereits austesten und deine weiteren beruflichen Schwerpunkte innerhalb der Studienrichtungen erkunden.

Immer noch unschlüssig

Jetzt hast du nach dem Lesen alles interessant gefunden, bist aber dennoch unschlüssig, was dir gefällt und die Frage „Abitur – was dann?“ ist noch immer nicht beantwortet. Zusätzlich weißt du noch nicht, welcher Arbeitgeber für ein Praktikum der beste wäre. Deine eigene Initiativbewerbung ist ein erster eigener Schritt dazu, selbst wenn du nicht weißt, ob jener Arbeitgeber eine Praktikumsstelle noch frei hat. Ansonsten solltest du dir externe Hilfe für die Ideen und auch die Vermittlung einholen. Diese könnten beispielsweise Praktikabörsen oder auch Vermittlungsagenturen sein.

Zu guter Letzt solltest du das Argument sehen, dass du nach dem Abitur und vor dem Studium noch mindestens 3 Monate Zeit hast, bis die ersten Vorlesungen starten. Du kannst sie natürlich im Freibad, einem Ferienjob in Heimatnähe oder mit Freunden verbringen. Aber wieso nutzt du diesen Zeitraum nicht gleich aus, damit du aufgrund der genannten Vorteile mehr lernst, erlebst und selbstständiger wirst, als es zu Hause möglich wäre? Solche Freiräume werden in einem späteren Arbeitsverhältnis nie wieder in der Form auftreten, die du in den genannten Lücken-Zeiträumen hast.

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